Sie sind eine der wenigen Tierarten, denen man ihre Abstammung von den Sauriern noch richtig ansieht. Krokodile, früher wegen dem unter ihrer lederartigen Haut liegenden Knochenpanzer auch Panzerechsen genannt. Die Familie der Krokodile teilt sich in drei Untergruppen: die echten Krokodile (der bekannteste Vertreter ist hier das Nilkrokodil), die Alligatoren (dazu gehören auch die Kaimane) und die unbekannteren Gaviale, deren bislang einzige bestätigte Art in Asien lebt.
Wegen ihrer amphibischen Lebensweise kommen sie nur in der Nähe von Wasser vor. Fast alle Arten leben in Süßwasser, selten findet man sie im küstennahen Meerwasser. Als Lebensräume werden sowohl offene Gewässer, als auch verwachsene Bachläufe gewählt. Entscheidend für die Wahl ist das Nahrungsangebot, die möglichen Brutplätze und mit wie vielen Artgenossen darum gekämpft werden muss.
Das Jagdverhalten dieser Tiere macht sie den meisten Menschen nicht sehr sympathisch. Sie sind nicht wählerisch und jagen alles, was sich bewegt und sich von ihnen überwältigen lässt. Lauernd oder sich geräuschlos anschwimmend wird die Beute im richtigen Moment nach einem kraftvollen Sprung gepackt, oft unter Wasser gezogen und ertränkt. Mit ihrem mächtigen Gebiss reissen sie Teile aus der Beute und verschlucken diese im Ganzen, da sie nicht kauen können. Manchmal verstecken sie das erbeutete Tier auch für ein paar Tage, um es später leichter zerteilen zu können. Viele machen auch vor den Jungen der eigenen Art nicht Halt, Kannibalismus ist keine Seltenheit.
Aus diesem Grund bewachen viele Muttertiere die Eier in ihrem Nest, helfen den Jungen später beim Schlüpfen, tragen sie selbst ins Wasser und beschützen sie. Trotz dieser Fürsorge geht man davon aus, dass 90 % der Krokodile bereits als Embryo oder Jungtier für andere Tiere zur Beute werden.
Das Nest, in dem die Krokodil-Eier ausgebrütet werden, bietet den Jung-Krokodilen nicht nur die nötige Wärme zum Heranwachsen, es legt außerdem das Geschlecht fest. Wie manch andere eierlegende Reptilien haben Krokodile kein Geschlechtschromosom, sondern die Temperatur, in der die Eier ausgebrütet werden, bestimmt das Geschlecht. Bei höheren Temperaturen wachsen nur Männchen heran, bei niederen nur Weibchen. Die Tiere haben aber eine Möglichkeit gefunden, um männlichen und weiblichen Nachwuchs zu haben: Sie vergraben die Eier einfach in verschiedenen Tiefen, die jeweiligen Temperaturen der unterschiedlichen Schichten lassen so Weibchen und Männchen heranwachsen.
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