Trotz «Geiz ist geil», Importkonkurrenz und Billiglinien haben Produkte aus tierfreundlicher Haltung bei den Grossverteilern in den letzten zwei Jahren zugelegt. Das zeigt eine Umfrage des Schweizer Tierschutz STS unter den Detaillisten und das daraus erstellte 2007er Tier- schutz-Rating. Obwohl etwas teurer als konventionelle Produkte verkaufen sich Freilandeier und Labelfleisch immer besser und sind bei «tierfreundlichen» Gross- verteilern längst dem Nischendasein entwachsen.
Zum zweiten Mal nach 2005 führte der STS eine Tierschutzbewertung der Schweizer De- taillisten durch. Dabei wurden >> Herkunft und >> Produktionsform von Eiern, Fleisch und Käse sowie das Angebot an sogenannten >> «Delikatessen» mittels eines Frage- bogens bei den «Grossen» der Branche erhoben und die Resultate nach tierschutz- relevanten Kriterien bewertet.
Coop erneut an der Spitze des Tierschutz-Ratings
Im Quervergleich aller Tierschutzleistungen schneidet - wie bereits 2005 - Coop am besten ab. Ausschlaggebend dafür sind in erster Linie die Leistungen beim Label- und Bio-Angebot. Migros hat es auf den zweiten Platz geschafft und im Vergleich zum ersten Rating gegenüber Coop Boden gut gemacht. Gegenüber Coop führt Migros mehr «Delikatessen», insbesondere Stopfleber, Froschschenkel und Haifischflossensuppe, welche bei Coop tabu sind. Matchentscheidend waren aber der deutlich tiefere Bio-Anteil bei Migros und die etwas schlechter als bei Coop beurteilte Labelqualität.
Im Mittelfeld finden sich Volg, der sich mit den höchsten Inlandanteilen profilierte, aber beim Label- und Bioangebot noch zulegen kann, sowie Manor. Im Schlussfeld finden sich Carrefour und Denner.
Die Antwort und das Offenlegen ihrer «Tierschutzleistungen» bei Eier, Fleisch und Käse verweigert haben Aldi, Spar, Pam SA, Group Magro und Valora Holding AG.
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