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  Nordische Kälteexperten
 
 
Wir Menschen frieren, ziehen uns dick an und verbringen die meiste Zeit in warm geheizten Häusern. Rentiere, die zur Familie der Hirsche zählen, haben mit der Kälte kein Problem. Bei Temperaturen bis zu 50 Grad unter Null wandern sie durch die Tundren Lapplands, Grönlands oder Spitzbergens.

Sie sind dafür von der Natur bestens ausgestattet: Neben einem dichten Fell haben sie breite Hufe, deren Zehen sie spreizen können, und durch die mittragenden Nebenhufe sinken sie im Schnee nicht ein. Mit diesen starken Hufen beschaffen sie sich auch ihr Futter. Sie scharren damit die Schneedecke auf, um an die darunter liegenden Flechten und Moose zu kommen. Da diese Pflanzen sehr reich an Kohlehydraten sind, liefern sie den Rentieren genug Energie um den Winter in der Tundra zu überstehen.

Die wärmere Jahreszeit bringt Abwechslung für die Rentiere, und das nicht nur auf dem Speiseplan. Im Mai werden die Kälber geboren, meist nur eines, das etwa ein halbes Jahr gesäugt wird. Durch die proteinreiche Nahrung im Sommer (Gräser, Zweige, Blätter, Kräuter, Beeren) bekommen die Rens Fett auf die Rippen und sind gut gewappnet, wenn es wieder kälter wird.

Rentiere sind ausgesprochene Herdentiere, lassen sich aber nicht in Stallungen halten. In Lappland, wo sie als Nutztiere gehalten werden, gehören sie zwar jemandem, laufen aber frei herum. Die Besitzer erkennen ihre Tiere an den Mustern, die in die Ränder der Rentierohren geschnitten werden. Diese Muster werden vom Vater an den Sohn weitergegeben. Anhand dieser Muster und der Variationen kann man sogar die Geschichte der verschiedenen Familien nachvollziehen.

Weitere Informationen zu Rentieren findest du hier im Tierlexikon.
 
 
Zeichen Autor:  Malaga
 
URL: 
 
 
3.3.2005
 



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