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10.6.2008

Schluss mit unnötiger Ferkelkastration!

  Schweizer Tierschutz STS, KAGfreiland, Bio Suisse und Tierärzte sind empört über den Entscheid des Bundesrates, die Übergangsfrist für das Verbot der Ferkelkastration ohne Schmerzausschaltung bis Ende 2010 zu verlängern. Dies bedeutet, dass wei-tere 2,5 Millionen Ferkel ohne Betäubung kastriert werden. Dabei stehen bereits jetzt drei praxistaugliche Alternativen zur Verfügung. Die vier Organisationen fordern die sofortige Umsetzung dieser Methoden in der Praxis, um weiteres Tierleid zu vermeiden.

Bis heute werden den jungen männlichen Ferkeln während ihren zwei ersten Lebenswochen vom Tierhalter eigenhändig die Hoden bei vollem Bewusstsein herausgeschnitten. Diese grausame Prozedur erleiden jährlich 1,3 Millionen Ferkel. Die Ferkel werden kastriert, weil einzelne Tiere nach Eintreten der Geschlechtsreife einen starken Ebergeruch entwickeln können.

Unter dem Druck der seinerzeitigen Volksinitiative „Tierschutz-Ja!“ des Schweizer Tierschutz STS und dem jahrelangen Einsatz weiterer Tierschutzorganisationen hat nun das revidierte Tierschutzgesetz, welches am 1. September 2008 in Kraft tritt, ein Verbot für das betäubungslose Kastrieren ab 2009 vorgesehen. Doch gewisse Kreise betreiben eine verantwortungslose Verzögerungstaktik: Einmal wird behauptet, es gäbe keine praxisgerechte Alternative, dann wird eine Fleischdeklaration nach Kastrationsart gefordert. Vor allem Metzger sperren sich gegen die Impfmethode und Eberfleisch. Nun hat der Bundesrat diesen unbegründeten Einwänden nachgegeben und die Übergangsfrist für das Verbot bis Ende 2010 verlängert.

Drei Alternativen vorhanden

Dagegen protestierten die vier Organisationen Schweizer Tierschutz STS, KAGfreiland, Bio Suisse und die Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (GST) mit einer gemeinsamen Medienkonferenz heute in Zürich. «Dieser unverständliche Entscheid muss doch jeden normal empfindenden Menschen empören. Denn er bedeutet, dass während der nächsten zwei Jahre zweieinhalb Millionen Ferkeln immer noch die Hoden bei vollem Bewusstsein, ohne Schmerzausschaltung von «sachkundigen Personen» herausgeschnitten werden dürfen, obwohl es drei praxisreife, zum Teil schon lange angewendete Alternativmethoden gibt», meinte STS-Präsident Heinz Lienhard aufgebracht.

STS-Geschäftsführer Hansuli Huber führte aus, dass in Zusammenarbeit mit dem Branchenverband ProSchwein seit letztem Jahr mit der Eberzucht, Impfung und Inhalationsnarkose nun drei vertretbare und praxiskonforme Alternativen vorliegen. Den Bauern solle die Wahl der Methode selber überlassen werden, doch müsse nun endlich gehandelt werden.

Ebermast als Ziel

Mit ihrem Pilotprojekt hat KAGfreiland bereits bewiesen, dass die Eberzucht – wie sie in andern Ländern schon lange üblich ist – auch in der Schweiz praktizierbar ist. «Gebt der Ebermast eine Chance. Lasst endlich die Vorurteile gegen Eberfleisch beiseite», appellierte Roman Weibel, Geschäftsleiter von KAGfreiland. Auch für Bio Suisse ist Ebermast die natürlichste Methode und soll mittel- bis längerfristig die Kastration ersetzen. Ausserdem sei die Ebermast wirtschaftlicher als die Mast der Kastraten, da Eber weniger Futter bräuchten, wie Hans-Georg Kessler, Produktmanager Fleisch bei Bio Suisse, erklärte. Um der Ebermast zum Durchbruch zu verhelfen, fordert Bio Suisse Forschung und Wirtschaft auf, die Weiterentwicklung der elektronischen Spürnase zur Praxistauglichkeit zügig und entschlossen voranzutreiben.

«Die Ferkelkastration ist in der Schweiz unnötig und überholt!», sagte der Tierarzt Cornelius Müller stellvertretend für die Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte GST und die Vereinigung für Schweinemedizin SVSM. Die Impfung verhindere die Bildung des geruchsverursachenden Androstenons in den Hoden. Diese Methode werde unter anderem in Australien und Neuseeland schon seit zehn Jahren erfolgreich eingesetzt.

Chance für die Landwirtschaft

Alle vier Organisationen sind sich darin einig, dass nun die drei zur Verfügung stehenden Methoden umgehend in die Praxis umgesetzt werden sollen, statt auf dem Buckel der Schweine weiter zu lavieren. Eine Deklaration der Kastrationsmethode sei unnötig und führe nur zu weiteren Verzögerungen. Nach Ansicht des STS stellt das Verbot der konventionellen Ferkelkastration einen tierschützerischen Meilenstein dar, vergleichbar mit dem seinerzeitigen Käfigbatterieverbot für Hühner. Die einheimische Schweinehaltung könne sich damit positiv von der ausländischen Konkurrenz abheben.

Für Rückfragen:
Pressestelle STS, Telefon 079 209 72 52
Dr. med. vet. Cornelius Müller, GST/SVSM
Telefon 079 254 10 23
Hans-Georg Kessler, Produktmanager Fleisch Bio Suisse
Telefon 079 308 68 16
Roman Weibel, Geschäftsführer KAGfreiland
Telefon 079 548 52 82

Basel, 10. Juni 2008
    www.tierschutz.com

   
 

1.4.2008

In der Antarktis wurden überdimensionale Meerestiere von Forschern entdeckt

  Der Meeresbiologe Don Robertson hat jetzt nach Rückkehr des Forschungsschiffs "Tangaroa" aus der Antarktis mitgeteilt, dass er mit seinem Team rund 30.000 Organismen erfasst hatte.

Auf der 3.200 Kilometer langen und 50-tägigen Fahrt durch das Rossmeer konnten auch riesige Seesterne beobachtet werden.

Auch staunten die Forscher über monströse Meeresschnecken und Quallen, die über eine Tentakellänge von vier Metern verfügten. Der Weichtierexperte Stefano Schiaparelli berichtet von noch nie gesichteten Arten und ergänzte: " Das ist ein neuer Baustein für das Wissen über die Antarktis."

Auch sein Kollege aus Japan, Stu Hanchet, berichtete von acht neuen Fischarten, die er neben Seelilienfeldern von mehreren hundert Metern Länge entdeckt hatte. Die besonders großen Meerestiere können ihren Ursprung im Zusammenwirken mit dem kalten Wasser und den erhöhten Sauerstoffwerten haben.
    http://www.shortnews.de/

   
 

9.1.2008

Eisbärenbabys in Nürnberg von Mutter getötet

 

Wieder einmal wird drastisch bewiesen, dass Eisbären eben keine Knuddel-Knuts sind, wie sie gern dargestellt werden – sondern Raubtiere


Wien – "Sowohl den Eisbären-Babys als auch Fu Long geht es Gott sei Dank sehr gut – und da ist viel Glück dabei", betont Harald Schwammer, stellvertretender Direktor vom Tiergarten Schönbrunn. Denn die Wiener Eisbärenzwillinge sind in etwa so alt wie jene im Nürnberger Zoo – diese sind allerdings am Montag offenbar von ihrer Mutter Vilma getötet worden. Was wieder einmal drastisch beweist, dass Eisbären eben keine Knuddel-Knuts sind, wie sie gern dargestellt werden – sondern Raubtiere. Auch in freier Wildbahn kann es vorkommen: Wenn der Nachwuchs offenbar krank ist oder sich abnorm verhält – werden Babys von den Müttern kurzerhand gefressen. "Bei Eisbären ist der erste Wurf immer schwierig", weiß Schwammer, "und in Nürnberg hatten sie offenbar sehr viel Pech." Forderungen einiger Tierschützer, dass man öfter Nachschau hätte halten sollen, kann er jedenfalls nicht nachvollziehen: "In Wien sind wir da selbst sehr vorsichtig – denn auch das wäre ein großes Gefahrenpotenzial, wenn das Muttertier zu sehr gestört wird."
Schon so groß wie Kaninchen

Die Wienerin Olinka ist jedenfalls schon eine erfahrene Eisbärenmutter; die Zwillinge sind ihr dritter Wurf. Dementsprechend entspannt ist sie auch – "doch selbst wenn die gewohnte Pflegerin zu lange reinlugt, dreht sich Olinka so um, dass man von den Kleinen nichts mehr sieht". Jedenfalls haben sich die Wiener Babys schon von der Meerschweinchen- zur Kaninchengröße raufgesoffen – und krabbeln in einem Radius von etwa 20 Zentimetern. Im Gegensatz zum Panda-Baby Fu Long: Der Sechs-Kilo-Watzel ist schon recht neugierig und recht witzig unterwegs und krabbelt bereits von der Wurfbox in den Vorraum. Nur in das große Innengehege – wo ihn auch das neugierige Publikum sehen könnte – hat er immer noch nicht seine Schnauze gesteckt. (Roman David-Freihsl/ DER STANDARD, Printausgabe, 9. Jänner 2008)
    derstandard.at

   
 

9.1.2008

Gebänderte Prachtlibelle Tier des Jahres 2008

 

Pro Natura hat die Gebänderte Prachtlibelle zum Tier des Jahres 2008 erkoren


Sie entwickelt sich von einer Wasserlarve zu einer wahren Luftakrobatin – einer besonders schönen dazu: Die Gebänderte Prachtlibelle, das Pro Natura Tier des Jahres 2008. Noch ist die Flussbewohnerin mit den auffällig schimmernden Flügeln in der Schweiz nicht gefährdet. Doch braucht sie dringend neue, renaturierte Lebensräume. Denn das Verschwinden nimmt bereits seinen Anfang. Pro Natura tut etwas dagegen.
    ProNatura


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